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Frische Ware aus dem Knast – Das Santa-Fu Projekt

 

Erik Preusker (rechts) mit Studierenden der FH Wedel und Verantwortlichen der JVA Glasmoor

Es ist soweit! Was Ende vergangenen Jahres begonnen hat, fand jetzt seinen Abschluss. In einem Seminar der
Fachhochschule Wedel konzipierten und entwickelten Studenten mit Unterstützung unseres UX-Experten Erik Preusker den Onlineshop der JVA Glasmoor. Unter www.santa-fu.de sind ab sofort Produkte erhältlich, die von den Insassen eigenhändig angefertigt wurden. Neben dem Tischset “Knast-Gedeck” und der Mütze “Cap der guten Hoffnung” gibt es unter anderem Shirts mit lustigen Sprüchen und das Kochbuch “Huhn in Handschellen”, welches durch Mama Mälzer mit kreiert wurde.

Die Produkte wurden bereits vor Entstehung des Onlineshops hergestellt und in lokalen Geschäften verkauft. Durch den Onlinehandel können die Produkte nun auch in ganz Deutschland angeboten werden. Das Ziel ist es, die Häftlinge zum einen auf das Leben nach der Haft vorzubereiten und ihnen zum anderen eine Art persönliche Wiedergutmachung zu ermöglichen. Ein Teil des Erlöses kommt deshalb auch dem Opferhilfeverein “Weißer Ring e.V.” zugute.Das Seminar gab es bereits seit längerer Zeit. Jedoch wurde erst vergangenes Semester ein Projekt in dieser Größe angegangen. Der Kontakt zwischen Prof. Holger Schneider, dem leitenden Dozenten, und Netshops bestand bereits vorher. Somit war schon nach einem kurzen Gespräch klar, dass man das Projekt gemeinsam angehen möchte. Mit Santa-Fu hat man dann einen Partner gefunden, der zum einen aus Hamburg kommt und zum anderen mit dem gleichen Enthusiasmus dabei war, wie alle anderen Beteiligten. Schnell wurden die Rahmenbedingungen geklärt und es konnte direkt losgelegt werden.

Erik Preusker (links) mit Prof. Dr. Holger Schneider

Auch wenn es sich bei dem Projekt um eine Pflichtveranstaltung handelt, wurde es sehr gut von den Studenten aufgenommen”, so Holger Schneider. Die Studenten übernahmen alle Aufgaben von der Produktfotografie bis hin zur Konfiguration in Shopware, wobei sie die ganze Zeit über Support von Netshops erhielten. Besonders interessant war hierbei die Rollenverteilung: Die Mehrheit der weiblichen Studentinnen übernahmen den Teil der IT und Prozesse, während sich viele der männlichen Studenten auf Konzeption und Gestaltung fokussierten.

Bei dem Projekt handelt es sich um den ersten staatlichen Webshop, den die Stadt Hamburg verantwortet. Selbstverständlich stößt man dabei auch auf Schwierigkeiten – so war zum Beispiel PayPal als Zahlungsmittel direkt ausgeschlossen. Für die JVA war es schlichtweg unmöglich, einen ausländischen Bezahldienst für ein Projekt einer Bundesbehörde einzusetzen, ohne dabei bis vor das Finanzministerium zu treten.

Das Projekt kann als voller Erfolg bezeichnet werden. Die Studierenden waren begeistert und ganz ohne Programmierarbeiten konnte ein funktionierender Online Shop erstellt werden. Anders als in den Vorjahren ist so ein Shop entstanden, der nun auch tatsächlich live ist und Produkte verkauft.

Ein großer Dank geht an dieser Stelle auch an die Unterstützung durch Shopware. Wir sind stolz darauf, bei diesem Projekt mitgewirkt zu haben und wünschen allen Beteiligten damit weiterhin viel Spaß & Erfolg!

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